Dennis R. Vollmer macht’s vor Juli 18, 2006
Posted by church-lippmann in 3D-Grafik, Computerspiele, Medientheorie, Psychoanalyse.trackback
Unter http://www.playability.de/1/vollmer.html hat Dennis R. Vollmer einen sehr interessanten medientheoretischen Artikel über das Verhältnis von 3D-Hardware, -Software und User unter dem Titel „Does it have to be 3D?“ veröffentlicht. Überzeugend stellt er dar, wie durch 3D-Grafikkarten die Seh- und Begehrensweisen des Users präformiert und letztlich ontologisiert werden. Schließlich zeigt er die Genese dieser Bewegung in der Entstehung der Zentralperspektive der Renaissancemalerei auf.Leider scheint er sich, von einem verkürzten 70er Jahre Ideologie- und Kulturindustriebegriff abgrenzen zu müssen. Ansonsten liesse sich sein Begriff der Ontologisierung ohne Schwierigkeiten in den Begriff der Verdinglichung im Sinne der Kritischen Theorie überführen. Insgesamt sind die Übergänge zu den psychoanalytischen Kategorien des Begehrens, des Fetisch und der Verleugnung etwas kurz geraten und die Kategorien wenig entfaltet. Doch der Artikel will Anstoss zu einer Debatte sein und ist diesem Zweck vollkommen angemessen. Leider habe ich keinerlei Anzeichen einer Debatte gefunden …
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