Fundstück Juli 18, 2006
Posted by church-lippmann in Adoleszenz, Computerspiele, Psychoanalyse, Sexuelle.1 comment so far
„Saftig grün und dicht bewaldet, so müssen um 800 v.Chr. die Hügel ausgesehen haben, auf denen später Rom entstehen sollte. Wir fahren aber nicht durch Italien, sondern durch Neuengland in den USA, um in der Nähe von Boston Tilted Mill zu besuchen, die Entwickler von Caesar 4. Im unscheinbaren Bürogebäude der Firma angekommen empfangen uns folglich keine vestalischen Jungfrauen mit Köstlichkeiten und Wein, sondern >>nur<< der Designer Tony Leier. Der hat dafür frohe Kunde: >>Der Rechner ist schon aufgebaut, ihr könnt von mir aus sofort spielen.<< Und immerhin gibt’s Kaffee und Donuts. Die Verpflegung bleibt aber unberührt, denn in den nächsten Stunden errichten wir ein Weltreich und vergessen alles rundherum.“ Gamestar (08/2006, S.38)
Unabhängig davon was den Autor dieses Previews zu Caesar 4 nun als Individuum bewusst und unbewusst zu der Schilderung dieses Szenarios bewogen haben mag, kommen hier auf wunderschön szenische Weise einige Aspekte des Verhältnisses zwischen Computerspielen und Sexuellem zur Sprache.
Dennis R. Vollmer macht’s vor Juli 18, 2006
Posted by church-lippmann in 3D-Grafik, Computerspiele, Medientheorie, Psychoanalyse.add a comment
Unter http://www.playability.de/1/vollmer.html hat Dennis R. Vollmer einen sehr interessanten medientheoretischen Artikel über das Verhältnis von 3D-Hardware, -Software und User unter dem Titel „Does it have to be 3D?“ veröffentlicht. Überzeugend stellt er dar, wie durch 3D-Grafikkarten die Seh- und Begehrensweisen des Users präformiert und letztlich ontologisiert werden. Schließlich zeigt er die Genese dieser Bewegung in der Entstehung der Zentralperspektive der Renaissancemalerei auf. (mehr…)